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Als der Einkauf Millionen kostete

 
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Auteur Bericht
Yvonne
Admin


Geregistreerd op: 2-2-2005
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BerichtGeplaatst: 01 Jan 2011 12:37    Onderwerp: Als der Einkauf Millionen kostete Reageer met quote

Als der Einkauf Millionen kostete

Beilngries (swt/jr) Das neue Jahr soll Glück bringen, auch in finanzieller Hinsicht. Das wünschen sich viele Leute zum Jahreswechsel. Insbesondere ältere Semester sehen aber besorgt in die Zukunft, manche befürchten eine Inflation, wie sie ihre Großväter vor knapp 90 Jahren erleben mussten.


Josef Schönwetter, Mitarbeiter des DONAUKURIER, Vermögensberater bei der Sparkasse in Eichstätt und Hobby- Numismatiker, befasst sich seit vielen Jahren mit Geld und Währungen. Er besitzt auch Inflationsgeld aus Beilngries und hat sich daher eingehend mit diesem Thema beschäftigt.
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"Der Erste Weltkrieg wurde zum Großteil mit Schulden finanziert. Am Kriegsende beliefen sich die Kredite auf eine Summe von 144 Milliarden Mark. Das Deutsche Reich hatte sich verspekuliert, es glaubte, nach einem Sieg mit den Reparationszahlungen die Schulden begleichen zu können. Im Vertrag von Versailles stellten jedoch die Siegermächte die Forderungen", weiß Schönwetter.

Streiks und Unruhen
Im Jahre 1921 wurde ein Plan aufgestellt, der Deutschland zur Zahlung von 226 Milliarden Goldmark verpflichtete, wenn auch auf 42 Jahre verteilt. Schönwetter: "Es war dies ein unmögliches Unterfangen. Die politische Landschaft war zu dieser Zeit instabil. Im Wirtschaftsleben mangelte es an Rohstoffen aller Art. Streiks und Unruhen waren an der Tagesordnung. Einzig die Gelddruckmaschinen liefen auf vollen Touren. Die Regierung war an einer Beendigung der Inflation nicht interessiert, konnten doch die Schulden mit zunehmender Geldentwertung abgebaut werden."


Ab 1922 mussten sogar private Druckereien Geldscheine drucken. Die Qualität und das Erscheinungsbild wurde immer primitiver. Auch die Nominale wurden natürlich immer größer. Im Februar 1923 kamen die ersten 100 000er Scheine zur Ausgabe. Ab Mitte 1923 drehte sich die Inflationsspirale immer schneller. Rechnete man im Juli noch mit Millionen, so waren es im September Milliarden und im Oktober Billionen. Der Geldschein mit dem höchsten Nominal erreichte 100 Billionen Mark.
Diese Inflation führte laut Josef Schönwetter natürlich zu einer gewaltigen Preisexplosion. "Geld, das man erhielt, wurde sofort wieder ausgegeben. Manchmal verlor das Geld 50 Prozent der Kaufkraft an einem Tag. Letztendlich kam es zu einer Währungsreform."
Natürlich machte diese Entwicklung vor Beilngries nicht Halt, der Mangel an Geldscheinen war überall spürbar. Wie bereits während des Ersten Weltkriegs nutzten Städte und Gemeinden sowie Unternehmen die Möglichkeit, ihre eigenen Zahlungsmittel selbst herzustellen.


Gutscheine der Stadt
Als erstes gab nach den Recherchen von Josef Schönwetter die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank in Beilngries am 14. August 1923 Schecks zu 500 000 Reichsmark heraus. Am 27. August 1923 folgte eine zweite Emission von Eigenschecks in Höhe von fünf Millionen. Zweck dieser Ausgabe war in erster Linie die Bezahlung der Löhne der Angestellten.
In der Zeit vom 27. August bis 30. September 1923 gab das Kaufhaus Hans Lux Inflationsscheine mit den Werten 100 000, 500 000, 1 Million und 5 Millionen heraus. Die Scheine tragen die Unterschrift des Inhabers Hans Lux und mussten bis zum 30. September 1923 eingelöst werden. Auf den Scheinen steht: "Die Geschäftsleute des Bezirkes Beilngries sowie die der angrenzenden Bezirksämter werden gebeten, diese Scheine während der Zahlungsmittelknappheit in Zahlung zu nehmen sofern sie meinen Firmenstempel und meine eigene Namensunterschrift (Faksimile) tragen".
Zu guter Letzt gab dann auch noch die Stadtverwaltung Beilngries Gutscheine heraus. Die erste Ausgabe am 17. September 1923 umfasste Werte von 1, 5 und 10 Millionen Mark. Josef Schönwetter: "Die laufende Geldentwertung sieht man anhand der nächsten Tranche vom 5. Oktober 1923, die Werte stiegen auch in der Stadt Beilngries auf 10, 50, 100 und 200 Millionen sowie auf 1 und 50 Milliarden Mark. Die Scheine wurden vom damaligen Bürgermeister der Stadt Beilngries und dem Stadtkämmerer eigenhändig unterschrieben."

(c) http://www.donaukurier.de/lokales/beilngries/Beilngries-Als-der-Einkauf-Millionen-kostete;art601,2364342
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